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Flughafen Zürich: Schutzkonzept für Anwohner im Süden des Flughafens

21 Februar 2012 1312 views No Comment Als Mail versenden Als Mail versenden Drucken Drucken

Sicht auf Airside-Center und Vorfeld Flughafen Zürich Foto: Flughafen Zürich AG

Die Flughafen Zürich AG hat ein Schutzkonzept für die Anwohner im Süden des Flughafens erarbeitet. Das Konzept sieht vor, in einem definierten Wohngebiet an den Schlafzimmerfenstern der Liegenschaften Schliessmechanismen einzubauen. Wie in der Medienmitteilung vom 16. Dezember 2011 kommuniziert, hatte die Flughafenbetreiberin beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ein Schutzkonzept für die Anwohner im Süden eingereicht. Dieses Schutzkonzept sieht vor, an Schlafzimmerfenstern bestimmter Liegenschaften Schliessmechanismen einzubauen. Die Liegenschaften stehen in einem definierten Sektor, der direkt von den Landeanflügen auf die Piste 34 betroffen ist. Lärmberechnungen zeigen, dass geschlossene Fenster unter der aktuellen Fluglärmbelastung ausreichend vor Aufwachreaktionen schützen.

Der Perimeter für das so genannte „Schutzkonzept Süd“ beinhaltet rund 1‘300 Wohnliegenschaften in den Gemeindegebieten von Opfikon-Glattbrugg, Wallisellen, Zürich und Dübendorf. Die Arbeiten sollen in räumlichen Etappen erfolgen und innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein. Ein Teil der Liegenschaften wurde bereits im Rahmen des ordentlichen Schallschutzprogramms „Programm 2010“ der Flughafen Zürich AG mit neuen Schallschutzfenstern ausgerüstet. Diese Liegenschaften sind somit genügend vor übermässigem Fluglärm geschützt und werden nicht zusätzlich mit Schliessmechanismen ausgerüstet.

Hintergrund

Sieben Jahre nach Einreichung des vorläufigen Betriebsreglementes wurde der heutige Flugbetrieb am Flughafen Zürich mit dem rechtsgültigen Urteil des Bundesgerichtes Ende 2010 auf eine rechtlich solide Basis gestellt. Das Bundesgericht forderte die Flughafenbetreiberin unter anderem auf, zusätzlich zum bereits bestehenden Schallschutzprogramm auch ein Schutzkonzept für die Anwohner im Süden des Flughafens auszuarbeiten. Diese sollen gegen Aufwachreaktionen aufgrund der morgendlichen Südanflüge geschützt werden. Die Flughafen Zürich AG hat am 16. Dezember 2011 ein entsprechendes Konzept beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eingereicht.

Die Flughafen Zürich AG betreibt den Flughafen Zürich als gemischtwirtschaftliches börsenkotiertes Unternehmen und Konzessionärin des Bundes. Im Jahr 2010 erwirtschaftete die Gesellschaft mit gut 1’500 Mitarbeitenden einen Umsatz von 863 Millionen Franken und einen Gewinn von 138.5 Millionen Franken. 33.3 Prozent des Aktienpaketes gehören dem Kanton und 5 Prozent der Stadt Zürich. Der Flughafen Zürich ist das Tor der Schweiz zur Welt. 24.3 Millionen Menschen sind im Jahr 2011 hier abgeflogen, angekommen oder umgestiegen und machen so die wichtigste Verkehrsdrehscheibe auch zum bedeutendsten Begegnungszentrum der Region. Rund 270 Unternehmen beschäftigen knapp 24’000 Menschen am Wirtschaftsmotor Flughafen Zürich.

Quelle: PM Flughafen Zürich

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