Flughafen Stuttgart spendet 180.000 Euro für Entwicklung eines Brennstoffzellen-Flugzeugs

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Foto: Flughafen Stuttgart

Der Flughafen Stuttgart engagiert sich seit mehreren Jahren für umweltschonenden Luftverkehr. Um die Forschung zu diesem Thema weiter zu fördern, hat Winfried Hermann, baden-württembergischer Minister für Verkehr und Infrastruktur und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Stuttgart GmbH, gemeinsam mit Flughafenchef Prof. Georg Fundel am Montag, 21.09., einen Scheck über 180.000 Euro an Vertreter des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) überreicht.

Die Forscher des DLR wollen bis Mitte 2016 ein viersitziges Flugzeug mit dem Namen Hy4 entwickeln, das seine Energie komplett aus einer Brennstoffzelle und Batterien bezieht. Damit würde das emissionslose Fliegen das reine Experimentier- und Projektstadium verlassen und kommerziell nutzbar werden. Entwickelt wird das Projekt in einer Ausgründung des DLR mit dem Namen H2fly. Der Name leitet sich aus dem chemischen Symbol für Wasserstoff, H2, ab.

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Verkehrsminister Winfried Hermann betonte den Pioniergedanken des Projektes: „Bisher wurden Flugzeuge mit Elektromotor mittels Batterie oder Solar angetrieben. Brennstoffzellen wurden hingegen fast noch nie in der Luftfahrt eingesetzt.“ Der Minister weiter: „Es freut mich, dass dieser große Schritt in der Entwicklung des nachhaltigen Luftverkehrs in Baden-Württemberg erfolgt und so der Forschungs- und Entwicklungsstandort hier im Land gestärkt wird.“

Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH, sagte: „Am Flughafen Stuttgart wird Nachhaltigkeit schon seit vielen Jahren aktiv gelebt. Mit der finanziellen Unterstützung von elektrischem Fliegen wollen wir eine Technologie voranbringen, die langfristig eine Alternative für die Flugzeugindustrie sein kann. Für Umwelt und Gesellschaft wäre dies eine wichtige Alternative bei weiter wachsender Mobilität.“

Für Prof. Dr. Josef Kallo, DLR-Koordinator Elektrisches Fliegen, fördert der Flughafen Stuttgart mit seiner Spende eine wichtige Entwicklung: „Elektrisches Fliegen lässt emissionsfreie Luftfahrt Realität werden. Mit dem brennstoffzellenbetriebenen Flugzeug Hy4 wollen wir die Machbarkeit solcher Flugzeuge demonstrieren und Anwendungsfelder aufzeigen.“ Die Unterstützung des Flughafens ermögliche den Startschuss für Entwicklung und Einbau des benötigten Antriebssystems, das Brennstoffzelle und Batterie kombiniert sowie die Optimierung hinsichtlich Alltagstauglichkeit und Passagiertransport.

Dr. Anke Kovar, Leiterin des DLR-Standorts Stuttgart sagte zu den Perspektiven der aktuellen Forschungen: „Vor dem Hintergrund steigender Mobilitätsansprüche, begrenzter fossiler Rohstoffe und dem Gedanken der Nachhaltigkeit sehen wir vor allem den deutschen und europäischen Regionalverkehr als Einstiegsszenario für elektrisches Fliegen. Hier besteht das Potenzial, Ziele flexibler anzubinden und schnellere Alternativen zu bestehenden Transportmitteln zu bieten. Forschungsziel ist es deshalb, schrittweise die Personenkapazität, Reichweite und Zuverlässigkeit elektrischer Flugzeuge zu erhöhen, um so eine kommerzielle Nutzung zu ermöglichen.“

Quelle: PM Flughafen Stuttgart

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