Flughafen Köln/Bonn: Michael Garvens verlässt Airport

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Michael Garvens – Foto: Flughafen Köln/Bonn

Der Flughafen Köln/Bonn braucht einen neuen Chef. Geschäftsführer Michael Garvens kündigte am Freitagabend an, den Flughafen zum Ende des Jahres verlassen zu wollen. Vorausgegangen ist eine stundenlange Aufsichtsratssitzung, in der sich die Mitglieder nicht einig wurden. Nach Angaben des Kölner Stadtanzeigers waren die Ansichten zwischen CDU- und SPD-Vertreten zu groß. Es knallte regelrecht in der Sitzung.

Letztendlich setze Geschäftsführer Michael Garvens der Diskussion ein Ende und verlässt den Airport zum 31. Dezember 2017. Offiziell liest sich das dann in einem Statement des Aufsichtsrats so:

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„Der Aufsichtsrat der Flughafen Köln/Bonn GmbH und Herr Michael Garvens haben sich heute auf die einvernehmliche Beendigung der Tätigkeit von Herrn Garvens als Geschäftsführer zum 31. Dezember 2017 verständigt. Grundlage ist eine am heutigen Tag geschlossene Aufhebungsvereinbarung, die die wechselseitigen Interessen berücksichtigt. Die Parteien haben striktes Stillschweigen über die Inhalte dieser Regelung vereinbart. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Garvens für die 15-jährige erfolgreiche Tätigkeit am Flughafen Köln/Bonn als Geschäftsführer und zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung.“

Garvens wird vorgeworfen mehr als 40 Mitarbeiter freigestellt zu haben. Zum Teil bei vollem Gehalt. Das hat dem Airport bereits mehr als 6,45 Mio. Euro gekostet. Zudem gibt es Unklarheiten bei einer Auftragsvergabe, bei Preisnachlässen von Parkgebühren für Airlines und nicht beseitigte Brandschutzmängel. Der Aufsichtsrat wollte alle Punkte prüfen lassen. Offensichtlich gibt es keine handfesten Beweise für eine Schuld des CEO. Die Geschäftsführung konnte laut Medienberichten stets ihr Handeln argumentieren.

Quelle: PM Flughafen Köln/Bonn und airportzentrale.de

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