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Update: Neuer Streik ab Sonntag. Flughafen Frankfurt: Fraport bedauert Ablehnung des guten Angebots auf Münchner Niveau

25 Februar 2012

Flughafen Frankfurt - Bild: Fraport AG

Update: Ab Sonntagabend 21:00 Uhr soll bis Donnerstag, 5:00 Uhr wieder am Flughafen Frankfurt gestreikt werden. Dies hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Samstag mitgeteilt .

In den Verhandlungen mit der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat Fraport ein gutes Angebot vorgelegt, das gestern von der GdF abgelehnt wurde. „Wir bedauern, dass die GdF-Führung die von ihr bislang selbst geforderte Angleichung an die Münchner Tarifniveaus ablehnt. Die GdF-Funktionäre haben sich vergaloppiert und schießen mit ihren Forderungen weiter über das Ziel hinaus. Für die Mitarbeiter hat sie bereits ein gutes Angebot vorliegen, das sich an ihren Forderungen nach dem Münchner Niveau orientiert. Wir fordern die Leitung der GdF auf, ihre Haltung zu überdenken und das Angebot anzunehmen“, appelliert Herbert Mai, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der Fraport AG, an die GdF.

Die hohen Forderungen der GdF, die nach wie vor Steigerungen im hohen zweistelligen Prozentbereich beinhalten, führen zu Vergütungen deutlich oberhalb der Tarifniveaus vergleichbarer Tätigkeiten sowohl in Frankfurt als auch an anderen Flughäfen. Sie sind durch nichts gerechtfertigt und im Hinblick auf die Vergütungen anderer Tätigkeiten an Flughäfen mit vergleichbaren Anforderungen auch nicht zu vertreten.

Das vorgelegte Angebot der Fraport beinhaltet immer noch deutliche Anpassungen, die bei der Verkehrszentrale über dem Münchner Tarifniveau liegen würden. „Die Vorfeldaufsicht liegt bereits heute deutlich über diesem Niveau, weshalb dieser Bereich im bestehenden Tarifgefüge der Fraport verbleiben soll“, entgegnet Mai auf die Vorwürfe der GdF, Fraport wolle die Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht insgesamt aus den bestehenden Tarifgefügen drängen. „Das ist absolut falsch. Die Vorfeldaufsicht ist bereits gut im Tarifgefüge, vor allem auch im Vergleich zu München, positioniert und verbleibt auch in diesem“, bekräftigt Mai. Die geforderte Angleichung für die Vorfeldkontrolle an das Münchner Niveau hat Fraport erfüllt.

Operativ hat sich Fraport weiter gut vorbereitet, auch im Fall weiterer Streiks, den Flugbetreib weitestgehend aufrecht zu halten. Die Vorkehrungen der Fraport haben sich bisher sehr gut bewährt. Über 80 Prozent der Flugbewegungen konnten an den bisherigen ganztägigen Streiktagen sichergestellt werden. Der interkontinentale Flugverkehr wurde ohne Einschränkungen durchgeführt. Im Terminalbetrieb kam es zu keinen erhöhten Wartezeiten. Fraport ist gut gerüstet und mit den getroffenen Vorbereitungen auch in der Lage, längere Streikphasen durchzuhalten. Bei der Abwicklung des Flugbetriebs hat die Sicherheit höchste Priorität und ist jederzeit gewährleistet.

„In den Verhandlungen haben wir ein gutes Angebot gemacht und aus unserer Sicht das Maximale geboten. Wir erwarten daher von den GdF-Funktionären, dass sie hier einsichtig ist und ihre Verantwortung vor allem auch für die Mitarbeiter, die sie vertritt, aber auch für den Betriebsfrieden insgesamt, ernsthaft wahrnimmt und dieses Angebot annimmt“, betont Mai abschließend.

Quelle: PM Fraport AG & airportzentrale.de

Die LUFTPOST erscheint jede Woche auf airportzentrale.de - eine Kolumne von Andreas Fecker | hier|

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