Flughafen Dortmund machte 2019 minus 380.000 Euro

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Foto: Simon Pannock

Im Jahr 2019 konnte der Dortmund Airport mit über 2,7 Mio. Passagieren einen neuen Fluggastrekord verzeichnen. Jetzt steht fest: Die Erhöhung der Passagierzahl wirkt sich auch adäquat auf das Jahresergebnis des Flughafens aus. In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Dortmund GmbH stellte Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager die Zahlen vor: „Wir konnten das (EU-)Betriebsergebnis (Jahresergebnis ohne Abschreibungen, Zinsen und hoheitliche Kosten) auf minus 380.000 Euro senken. Die bevorstehende Entlastung von Flugsicherungskosten mit rund 1,6 Millionen Euro wird unsere Benachteiligung gegenüber anderen Flughäfen endlich aufheben, so dass ein ausgeglichenes Betriebsergebnis bereits in diesem Jahr erwartet werden könnte. Damit wären dann auch die EU-Vorgaben bereits vor Ablauf des Übergangszeitraumes 2023 erfüllt. Mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen sich aktuell allerdings keine gesicherten Aussagen für das Jahr 2020 treffen.“

Das voraussichtliche Jahresergebnis verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3,7 Millionen Euro und liegt nun bei minus 10,4 Millionen Euro (2018: minus 14,1 Millionen Euro). „Unser Jahresergebnis hat sich vor allem aufgrund höherer Erlöse positiv entwickelt. Durch die Steigerung der Passagierzahl und der Erhöhung des Flugangebotes stiegen sowohl Erlöse aus dem Flugbetrieb (Aviation) als auch die Non-Aviation Erlöse, also Einnahmen durch Parken, Gastronomie oder Vermietung von Werbeflächen. Wir konnten somit unsere betrieblichen Erträge steigern, ohne, dass sich unsere betrieblichen Aufwendungen im gleichen Maße erhöht haben“, erläutert Udo Mager die Erlösentwicklung. „Mit dem besten Jahresergebnis seit dem Ausbau des Flughafens wird vor allem das Engagement der Belegschaft im Konsolidierungsprozess belohnt“, würdigt Udo Mager ausdrücklich die gemeinsamen Kraftanstrengungen.

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Endgültige Ergebnisse werden nach Abschluss der Prüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Essen, und Feststellung des Jahresabschlusses 2019 in der Aufsichtsratssitzung im Juni 2020 vorgestellt.

Regionalwirtschaftliche Bedeutung des Flughafens gewachsen

Nachdem im Jahr 2006 erstmalig die regionalwirtschaftlichen Effekte des Flughafenbetriebs durch das Institut für Verkehrswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster untersucht wurden, hat die jetzt verfügbare Neuauflage eine erfreuliche Entwicklung aufgezeigt. Danach sichert der Flughafenbetrieb insgesamt 6.550 Arbeitsplätze mit einer Bruttowertschöpfung von 501 Mio. Euro und Einkommenseffekten (Bruttolohn- und -gehaltssumme) von 224 Mio. Euro jährlich. „Die Ergebnisse der Studie belegen die besondere Bedeutung des Flughafens für die wirtschaftliche Prosperität der Region. Über die Steuereffekte fließt signifikant mehr Geld in öffentliche Kassen zurück als für den Ausgleich der Ergebnisse aufgewendet wird“, bewertet Udo Mager in einem ersten Kommentar die aktuellen Zahlen. Die detaillierten Ergebnisse der Studie werden in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates vorgestellt.

Klimaneutral bis 2050

Am 11. Dezember 2019 hat die EU-Kommission den Green Deal Europe verabschiedet. 2050 soll Europa „erster klimaneutraler Kontinent“ sein. Mit einer umfassenden Vorlage erhielt der Aufsichtsrat zahlreiche Informationen darüber, dass und wie der Flughafen Dortmund mit seiner Klimastrategie den Green Deal Europe in seiner umfassenden Interpretation bereits umsetzt.

Die Mitwirkung und das Engagement der Flughäfen sind für den Erfolg des europäischen Green Deal von entscheidender Bedeutung. Alle Flughäfen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) verfolgen ambitionierte Maßnahmen für mehr Klimaschutz. Hierzu wurde unter anderem eine ADV-Taskforce gebildet, mit dem Ziel, Aktivitäten wie z.B. den gemeinsamen Einkauf von Biogas, die Beteiligung an einem Offshore-Windpark-Projekt oder an regionalen/nationalen Klimaprojekten zu koordinieren.

Der Dortmund Airport ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und verfolgt seit Jahren eine engagierte Klimaschutzstrategie. Seit 2010 hat der Flughafen die in seinem Einfluss liegenden CO2-Emissionen bereits um 85 Prozent gesenkt. Bis 2030 soll eine weitere Reduzie-rung der CO2 -Emissionen um 30 Prozent auf Basis des Jahres 2017 erfolgen. Spätestens im Jahr 2050 soll der Betrieb dann klimaneutral sein.

Zur Zielerreichung setzt der Dortmund Airport unter anderem auf regenerative Energieversorgung und E-Mobilität. Bis 2030 soll der eigene Fuhrpark zu möglichst 100% elektrifiziert sein, ausgenommen großer Nutzfahrzeuge, für die alternative/synthetische Kraftstoffe sinnvoll eingesetzt werden sollen. Ergänzt wird dies durch den Aufbau einer geeigneten E-Ladeinfrastruktur auf dem Vorfeld. Der Aufsichtsrat unterstrich in seiner heutigen Sitzung dieses Ziel und beschloss die Anschaffung von zwei elektrobetriebenen Förderband-Wagen mit inkludieren Gepäck-Transportgeräten zur Beladung von Passagierflugzeugen. Am Dortmund Airport sind bereits vier elektrobetriebene Förderband-Wagen im Einsatz.

Quelle: PM Flughafen Dortmund

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