Flughafen Dortmund: 13,75 Mio. Euro minus in 2017 gemacht

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Foto: Simon Pannock

In der Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Dortmund GmbH wurden rückblickend die Verkehrsentwicklung des Jahres 2017 vorgestellt und das vorläufige Jahresergebnis bekanntgegeben. Wie Flughafengeschäftsführer Udo Mager den Aufsichts-ratsmitgliedern mitteilte, konnte mit dem erzielten Wert von minus 13,75 Millionen Euro eine Verbesserung von 1,0 Millionen Euro gegenüber dem Jahresergebnis von 2016 (minus 14,75 Millionen Euro) erreicht werden. Positive Effekte ergaben sich in 2017 unter anderem durch die steigenden Erlöse in Folge des erfreulichen Passagierwachstums, das am Ende des Jahres bei plus 4,3 Prozent lag.

2-Millionen-Passagiergrenze überschritten
Insgesamt nutzten 2.000.695 Passagiere den Dortmunder Flughafen im Jahr 2017 und somit rund 82.000 Passagiere mehr als noch im Vorjahr. Erstmals seit 2008 konnte wieder die Passa-giergrenze von 2 Millionen überschritten werden. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Neu-verkehre nach Varna (Bulgarien), Thessaloniki (Griechenland), Hurghada (Ägypten) und Wien (Österreich) sowie die stärkere Auslastung und zum Teil erhöhte Frequenz auf bestehenden Flugverbindungen. Flughafengeschäftsführer Udo Mager resümiert: „Ich freue mich, dass wir mit dem Anstieg der Passagierzahlen die Erlöse in den Bereichen Aviation und Non-Aviation steigern konnten. In diesem Jahr möchten wir daran anknüpfen und den Passagierzuwachs wei-ter verstärken. Aussichtsreich ist die Ankündigung von Wizz Air, fünf neue Reiseziele in Polen, der Ukraine und Rumänien im Sommerflugplan anzubieten. Auch im Winter 2018 wird es Neu-verkehre wie zum Beispiel nach Wien geben, die zu einer positiven Entwicklung bei der Bilanz beitragen werden.“ Die Verkehrsentwicklung der ersten beiden Monate in 2018 verdeutlicht, dass die Wachstumsmotoren aus 2017 weiter laufen und kumuliert betrachtet einen Zuwachs von 15,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bringen.

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Abschließende Ergebnisse für das Jahr 2017 werden nach der Prüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in der Aufsichtsratssitzung im Juni vorgestellt.

Kostenreduzierung bei Flugsicherungsdiensten
Aufwandsreduzierungen und Erlössteigerungen sind wichtige Meilensteile auf dem Weg zum ausgeglichenen Betriebsergebnis und werden daher vom Dortmunder Flughafen konsequent weiterverfolgt. Dazu gehört auch, die Ungleichbehandlung bei der Finanzierung von Flugsicherungsdiensten nicht länger als gegeben hinzunehmen. Mit dem Bundeshaushalt 2017 ist eine Entlastung bei den Flugsicherungskosten in einer Größenordnung von 200 Millionen Euro jähr-lich beschlossen worden, von der ausschließlich die DFS (Deutsche Flugsicherung)-Flughäfen profitieren, zu denen der Dortmund Airport aktuell nicht zählt. Denn wie an weiteren fünf Stand-orten wird die Flugsicherung am Dortmunder Flughafen durch die hundertprozentige Tochter DFS Aviation Services GmbH durchgeführt. Dies hat zur Folge, dass der Dortmunder Flughafen im Gegensatz zu den DFS-Flughäfen die Kosten selbst trägt. Um dieser Benachteiligung entgegenzuwirken, hat der Dortmunder Flughafen bereits 2014 die Initiative zur Gleichstellung mit den DFS-Flughäfen ergriffen. Flughafengeschäftsführer Udo Mager konstatiert: „Alles in allem überwiegt die Zuversicht, dass die Politik nach der Regierungsbildung in Berlin die zur finanziellen Gleichstellung erforderlichen Schritte einleiten wird und somit eine nennenswerte Reduzierung der Flugsicherungskosten erreicht werden kann.“

E-Mobilität und LED-Beleuchtung am Airport
Nachdem im vergangenen Jahr ein neuer E-Pusher in Betrieb genommen wurde, hat der Auf-sichtsrat nun die Beschaffung von zwei elektrobetriebenen Förderband-Wagen beschlossen. Der Dortmunder Flughafen erweitert somit seine E-Flotte auf insgesamt 22 Fahrzeuge, darunter auch acht Elektro-Kofferwagen, acht Elektro-Gabelstapler und der neue Elektro-Pusher. Die langfristige Umstellung des Airportfuhrparks auf umweltfreundliche Antriebssysteme wie Elektromotoren ist Bestandteil des Nachhaltigkeitsprogramms der Flughafen Dortmund GmbH.

In die Maßnahmen zur Ressourcenschonung reiht sich außerdem die Umrüstung auf LED-Technik ein. Neben den LED-Leuchtmitteln, die bereits in den Parkhäusern P1, P2 und P5 zum Einsatz kommen, soll nun in einem weiteren Schritt die moderne und ökologische LED-Technik in 420 Lichtmasten auf dem Flughafenareal verbaut werden. Ziel ist neben der CO2-Einsparung den Energiekostenanteil um bis zu 60 Prozent zu senken. Für die Ausstattung der Straßen- und Parkplatzbeleuchtung mit LED erhält der Dortmunder Flughafen voraussichtlich eine Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Bündnis für Mobilität
Der Dortmunder Flughafen gehört zu den Unterzeichnern der Gründungsurkunde des von Landesverkehrsminister Hendrik Wüst initiierten ‘Bündnis für Mobilität‘. Damit geht der Dortmund Airport gemeinsam mit rund 60 weiteren teilnehmenden Unternehmen die Verpflichtung ein, die Infrastruktur im Land Nordrhein-Westfalen zu stärken und die Nachhaltigkeit voranzutreiben. Ziel ist es, den Weg zu einer bedarfsgerechten und vernetzten Mobilität gemeinsam zu gestalten und zu beschleunigen, indem unter anderem Möglichkeiten zur Vereinfachung von Planungs- und Bauprozessen identifiziert werden sollen.

Quelle: PM Flughafen Dortmund

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