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Erneuter Warnstreik von Air France KLM am Flughafen München – Sondierungsgespräch gescheitert.

3 Februar 2012 1816 views No Comment Als Mail versenden Als Mail versenden Drucken Drucken

Foto: Betriebsrat Air France / ver.di

Die Beschäftigten der Fluggesellschaft Air France KLM haben am Freitagnachmittag einen 4-stündigen Warnstreik am Flughafen München, Terminal 1D direkt vor dem Verkauf- und Check In Schaltern der Air France KLM durchgeführt.

Durch diese Aktion kam es zu Verspätungen und Ausfällen im Flugverkehr. Nach Angabe eines Flughafenmitarbeiters sind 5 Flüge davon tangiert gewesen, die hauptsächlich mit Businesskunden belegt waren. Am 31.01.2012 fand auf Druck von zwei Warnstreiks in Frankfurt und München ein erstes Sondierungsgespräch mit dem Air France / KLM Deutschlanddirektor Herr Warner Rootliep und der Personalleiterin Frau Hildegard Gütlich statt. ver.di hat noch einmal unmissverständlich deutlich gemacht, dass ein Auftrag unserer Mitglieder besteht einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Hierzu erklärt Ulrich Feder, ver.di Gewerkschaftssekretär: Statt Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren wurde die ver.di Verhand-lungskommission mit Formulierungen wie: „ Wir wollen Verhandlungen nicht ausschließen“ oder „bitte gedulden Sie sich doch bis zum 31.03.12 dann können wir gerne miteinander sprechen“ versucht ruhig zu stellen. Doch wir haben keine Zeit mehr zu verlieren um zuzusehen, ob sich die angekündigten Ausgliederungsmaßnahmen in Wohlgefallen auflösen werden.
Der Arbeitgeber hat ver.di gebeten Verständnis für die wirtschaftliche Situation der Air France KLM zu haben; er muss Milliarden! einsparen. Nur so kann die Firma die Fehlentscheidungen der Vergangenheit korrigieren (z.B. Verlust durch Spekulationen beim Fuelhedging etc.) und wieder Gewinne machen, deshalb sei der Beschäftigungsabbau notwendig. Die Mitarbeiter haben die Milliarden € nicht verbrannt und sollen jetzt für das Missmanage-ment bezahlen. Deshalb fordern wir weiterhin der wirtschaftlichen und insbesondere der sozialen Situation der Beschäftigten Rechnung zu tragen. Wenn sie schon gehen müssen – während Air France bereits wieder ihre neueste Deutschland Verbindung von Berlin nach Toulouse (Abflug ab dem 01.04.2012) bewirbt – dann im Dialog mit allen Sozialpartnern und einem Sozialtarifvertrag als Anerkennung für die Leistung der von Ausgliederung betroffenen Belegschaft. Wir haben die Geschäftsleitung aufgefordert das Gespräch mit Bedacht zu „Überschlafen“. Stattdessen wendet sie sich mit einer Veröffentlichung an die Belegschaft und redet lieber von Gesprächskultur ohne Gespräche führen zu wollen.

Quelle: PM ver.di

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