Die geborene Ostfriesin – Lufthansa CityLine begann vor mehr als 50 Jahren als Lufttaxi

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OLT-Mitgründer Jan Janssen vor dem ersten Flugzeug Foto: Bildarchiv Lufthansa

Mit dem „Ostfriesischen Lufttaxi“ für 20 Mark auf die Nordseeinseln: Was vor fast 52 Jahren in der norddeutschen Stadt Emden wie ein Abenteuer begann, ist längst Geschichte. Für Lufthansa CityLine war es zugleich der Ursprung: Heute ist die Lufthansa-Tochter eine etablierte Regional-Airline mit 350 täglichen Flügen und 80 Zielen in ganz Europa. Lufthansa CityLine ist ein starker Partner im Verbund Lufthansa Regional und befindet sich mitten in einer Neuausrichtung.

Am 17. Juni 1959 starteten die beiden Piloten Jan J. Janssen und Martin Dekker erstmals von einem holprigen Flugplatz namens „Wildes Land“ zu einem Flug auf die Inseln. Die beiden Gründer der Fluggesellschaft Ostfriesische Lufttaxi (OLT) wuschen ihr Ein-Propeller-Flugzeug der Marke KZ VII Lerche selbst und bauten ein Abfertigungsgebäude, das gleichzeitig als Tower diente. Eisnotdienste, Zeitungs- oder so genannte Keuchhustenflüge sicherten anfangs die Existenz des Unternehmens.

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Die kleine Fluggesellschaft wuchs kontinuierlich, firmierte 1974 zur Deutschen Luftverkehrsgesellschaft mbH (DLT) um und kooperierte bereits ein Jahr später mit Lufthansa auf der Strecke Frankfurt-Saarbrücken. Flugzeugmuster wie die Twin Otter mit 20 Sitzen oder die Hawker Siddeley (48 Sitze) prägten den Wandel in den 1970ern und 1980ern. Die DLT verlegte Ende der 1970er-Jahre ihren Sitz nach Frankfurt und nahm erste Auslandsverbindungen nach Kopenhagen und Amsterdam auf.

Embraer 195 von Lufthansa CityLine Foto: Bildarchiv Lufthansa air to to Embraer company, form Bandeirantes PT-EDO

Weltweit erster Bombardier-Jet CRJ100
Bereits 1986 baute das Unternehmen seinen eigenen Technikbetrieb in Köln auf. Vier Jahre später bestellte die DLT als weltweit erste Fluggesellschaft den Bombardier Jet CRJ100. Bis in die 1990er Jahre flogen für Lufthansa CityLine die Muster Embraer EMB-120 Brasilia und Fokker 50. Von 1992 an starteten die Flugzeuge der in Lufthansa CityLine umbenannten DLT in den Farben der Kranich-Airline. Zunächst mit Flügelsymbol, nach der 100-prozentigen Übernahme 1993 mit Kranich am Leitwerk. Kurz darauf ergänzte die AVRO RJ85 die Flotte – damit war Lufthansa CityLine ab 1997 die erste Regionalfluggesellschaft Europas mit einer reinen Jet-Flotte.

1998 verlegte die Airline ihren Sitz nach Köln: Inzwischen Partner im Verbund Lufthansa Regional, bediente sie 2005 mit acht Bombardier CRJ im sogenannten Pingpong-Verkehr Hamburg. 2006 führte sie das neue Flugzeug CRJ900 ein und gab gleichzeitig 20 der kleineren CRJ200 an den Hersteller Bombardier zurück. Für diese logistische und technische Meisterleistung gab es den Qualitätspreis der Lufthansa Passage.

Im November 2008 beschließt die Geschäftsleitung in Anbetracht der veränderten Marktlage eine Umstrukturierung des Unternehmens. Lufthansa CityLine, inzwischen mit rund 2 300 Mitarbeitern, wird in erster Linie als Hub-Zubringer für Frankfurt und München etabliert. Der Konzernvorstand stützte die Entscheidung mit dem Kauf von 20 neuen, umweltfreundlichen Regional-Flugzeugen des Typs Embraer E195/190. Die Umflottung auf Kabinen mit über 100 Sitzen geht mit einer Reduzierung der Flotte von bisher 73 auf 56 operative Flugzeuge bis Ende 2010 einher. So wurden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Heute bietet Lufthansa CityLine gut 50 Jahre nach dem Erstflug europaweit Verbindungen an und erweitert das Streckennetz der Lufthansa sowie der Star Alliance.

 

 

 

Quelle: Lufthansa Newslink;  Ausgabe Special „Neue Lufthansa Regional“

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