Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel will Löschflugzeuge für Deutschland

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Foto: airportzentrale.de

Die Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel (DLFR) fordert die Stationierung von zwei Löschflugzeugen vom Typ Dromader oder Airtractor in Deutschland ab 2020. Sie sollen die Feuerwehren bei Waldbränden unterstützen.

Das Löschflugzeug Dromader M18 mit 2.200 Litern und der Airtractor AT-802 mit 3.100 Litern Löschwasser sind im Vergleich zu Hubschraubern und Amphibienflugzeugen ein preiswertes und sehr effektives Einsatzmittel bei der Waldbrandbekämpfung aus der Luft.

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Das Amphibienlöschflugzeug CL 415 macht bei extrem hohen Kosten (der Stückpreis liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich) und nur 5.000 Litern Löschwasser in Deutschland deutlich weniger Sinn.

Die DLFR verfügt über die Erfahrung und bietet ein vernünftiges Konzept für die Stationierung und den Betrieb von Löschflugzeugen in Deutschland in Form einer gemeinnützigen GmbH. Michael Goldhahn, Sprecher der DLFR: „Die Politik muss jetzt handeln, damit ökonomisch sinnvolle Löschflugzeuge in Deutschland schon im kommenden Jahr einsatzbereit sein können.“

Mit 1.708 lag die Zahl der Waldbrände nach den Zahlen des Umweltbundesamts deutschlandweit im vergangenen Jahr so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. Mit rund 2.349 Hektar war im Jahr 2018 zudem die betroffene Waldfläche auf dem zweithöchsten Wert seit Beginn der Waldbrandstatistik 1977. Das langjährige Mittel der Jahre 1993 bis 2017 liegt bei rund 501 Hektar betroffener Waldfläche. Der finanzielle Schaden pro Hektar Waldbrandfläche ist 2018 gegenüber 2017 um rund 55 Prozent gestiegen. Risikountersuchungen sagen für die kommenden Jahrzehnte ein weiter steigendes Waldbrandrisiko für Deutschland voraus. Die Gründe, so das Umweltbundesamt, sind im Wesentlichen erhöhte Temperaturen und rückläufige Niederschläge in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonaten.

Derzeit werden Waldbrände in Deutschland ausschließlich mit Hubschraubern bekämpft, die dafür mit Löschwasser-Außenlastbehältern ausgestattet
werden. Viel effektiver allerdings könnten sie mit Löschflugzeugen bekämpft werden. Der Vorteil des Löschflugzeuges liegt im Preis pro Flugstunde und in der transportierten Löschwassermenge. Um 2.000 Liter Löschwasser in die Luft zu bringen, benötigt man einen Hubschrauber vom Typ EC 155, der 13.000 Euro pro Flugstunde kostet. Ein Löschflugzeug Dromader bringt sogar etwas mehr Löschwasser (2.200 Liter) zu Kosten
von 3.700 Euro pro Flugstunden in die Luft. Der Airtractor AT-802 Firefighter kostet pro Flugstunde 4.500 Euro und trägt 3.100 Liter Löschwasser mit sich.

In den Bundesländern wird bei Waldbränden hauptsächlich der Polizeihubschrauber EC 135 eingesetzt, er bringt bei optimalen Bedingungen 500 Liter Löschwasser zu Kosten von 4.000 Euro pro Flugstunde in die Luft. Bei Übungen, an denen das Flugzeug Dromader teilnahm, war das Löschflugzeug zudem immer schneller als die Hubschrauber.

Die DLFR verfügt genau über die Erfahrung zur Stationierung und zum Betrieb von Löschflugzeugen in Deutschland und bietet ein vernünftiges Konzept dafür in Form einer gemeinnützigen GmbH an. In Deutschland stützt sich das Feuerwehrwesen vor allem auf ehrenamtliche Tätigkeit. Daher sollte der Betrieb von Löschflugzeugen nach Ansicht der DLFR ebenfalls nicht gewinnorientiert, sondern wie bei einer Feuerwehr organisiert sein.

Quelle: PM DLFR

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