Berlin: Bodenverkehrsdienste lehnen neuen Angebot ab – jetzt droht Streik

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Grafik: airportzentrale.de

Im Tarifkonflikt der Bodenverkehrsdienste Berlin-Brandenburg haben die Arbeitgeber am Dienstag ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt. Kernpunkt war dabei eine Verdoppelung des Ursprungsangebots von 4 auf 8 Prozent bei einer gleichzeitigen Verkürzung der Laufzeit von vier auf drei Jahre. Dieses Angebot wurde von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi umgehend abgelehnt, teilte die Arbeitgeberseite am Nachmittag mit.

„Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation haben sich die Arbeitgeber enorm bewegt. Daher sind wir entsetzt, wie schnell die Gewerkschaft diese Offerte vom Tisch gewischt hat“, sagte ein Sprecher der Arbeitgeber am Dienstag in Berlin. „Hier wurde von Verdi leichtfertig eine gute Verhandlungsgrundlage verspielt.“

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Mit diesem neuen Angebot der Arbeitgeber sollte der Weg zu weiteren Tarifverhandlungen ab Freitag geebnet und ein Streik zur internationalen Tourismus-Messe ITB, der Leitmesse der weltweiten Reisebranche, abgewendet werden.

„Angesichts dieser radikalen Haltung der Gewerkschaft, ein Angebot von 8 Prozent Lohnsteigerung als nicht verhandlungsfähig abzulehnen, ist nicht ersichtlich, wie der Tarifkonflikt gelöst werden kann“, betonte der Sprecher. Er fügte hinzu: „Die Arbeitgeber stehen weiterhin zu einer Lösung am Verhandlungstisch bereit.“

Am Mittwoch soll nach Angaben von Verdi noch nicht an den Berliner Flughäfen gestreikt werden. Die Gewerkschaft versprach Streiks mind. einen halben Tag vorher anzukündigen.

Quelle: PM Forum der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg und airportzentrale.de

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