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BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch: „Verschiebung des EU-Emissionshandels greift zu kurz!“

13 November 2012 Drucken Drucken

BDL Präsident Klaus-Peter Siegloch – Foto: BDL

„Ein globales Problem braucht eine globale Lösung. Dies erkennt Frau Hedegaard endlich mit ihrer heutigen Entscheidung an, den Emissionshandel im Luftverkehr nicht gegen die internationale Gemeinschaft durchzusetzen“, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch am Montag in Berlin.

„Inkonsequent ist allerdings, dass die Verschiebung des Emissionshandels nicht für alle Flüge gelten soll. Für Flüge innerhalb Europas soll weitergezahlt werden“, sagte Siegloch. „Damit stehen die europäischen Airlines im Wettbewerb schlechter da als ihre internationalen Konkurrenten, die überwiegend außerhalb von Europa fliegen und nicht mehr für ihre Emissionen zahlen müssen. Das ist unfair.“

„Das ist unfair auch gegenüber den europäischen Flughäfen, die als Drehkreuze im Nachteil sind, wenn ihre Zubringerflüge verteuert sind“, erklärte Siegloch.

„Ich appelliere an die EU-Kommission, jetzt wirklich auf eine faire, internationale Lösung zu setzen. Dazu muss die Internationale Luftverkehrsorganisation (ICAO) ihre Arbeit für ein wirklich faires, internationales System fortsetzen können. Solange sollte der Emissionshandel pausieren – für alle“, sagte Siegloch.

Am Montag hatte die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard erklärt, dass sie den Emissionshandel im Luftverkehr für Flüge von und nach Europa für ein Jahr aussetzen, für innereuropäische Flüge aber beibehalten will. Die EU war mit ihrem Alleingang auf breiten internationalen Widerstand gestoßen. Mehr als 40 Länder, inklusive China, USA, Indien und Russland lehnten den Emissionshandel als Eingriff in ihre Souveränität ab.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsames Sprachrohr der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Er wird geleitet von Klaus-Peter Siegloch als Präsident und Matthias von Randow als Hauptgeschäftsführer. Der BDL setzt sich für eine Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland ein. Als zentraler Ansprechpartner für Politik, Medien und Öffentlichkeit, bündelt und kommuniziert er die Themen, die von Bedeutung für die Branche sind. Mitglieder des Verbandes sind Flug-gesellschaften, Flughäfen, die Deutsche Flugsicherung und die Gebrüder Heinemann als Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr.

Quelle: PM Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

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