airberlin-Vielfliegerprogramm „topbonus“ plant Neustart aus Insolvenz

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

topbonus, das Vielfliegerprogramm von airberlin, plant den Neustart über ein Insolvenzverfahren. Christian Otto, der vorläufige Insolvenzverwalter, führt den Geschäftsbetrieb im vorläufigen Insolvenzverfahren fort, der Geschäftsführer Anton Lill bleibt im Amt. Zudem wird Otto, Partner der führenden deutschen Insolvenzkanzlei hww, in Kürze gemeinsam mit der Geschäftsführung einen Investorenprozess aufsetzen. Ziel ist es, einen langfristig orientierten Partner für topbonus zu finden, der das Loyalitätsprogramm fortsetzt.

Aktuell liegt das Vielfliegerprogramm auf Eis. Es können keine Meilen gesammelt oder eingelöst werden.

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topbonus hat heute eine umfangreichere Information an die 4,3 Mio. Teilnehmer des Programms geschickt, heißt es in einer Medienmitteilung. Darin teilt das Vielfliegerprogramm mit, dass das topbonus Programm weiter Bestand hat. Die Teilnehmer können unverändert online und über Telefon auf ihr Konto zugreifen und z.B. ihren Meilenstand und ihr Profil einsehen. Der Kundenservice bleibt erreichbar. Zudem gewähren airberlin und die Partner-Airlines weiterhin die Statusvorteile für Inhaber einer topbonus Silver, Gold und Platinum Card, also z.B. Lounge-Zugang, Priority Services, kostenfreie Sitzplatz-Reservierung, etc. Auslaufende Statuskarten werden erneuert, und auch die airberlin VISA Karten behalten ihre volle Gültigkeit und können weiter eingesetzt werden.

Zudem können die Teilnehmer ihre topbonus Card weiterhin bei allen topbonus Partnern einsetzen. Alle Partner melden topbonus nach wie vor die durch den Einsatz der Karte gesammelten Meilen. „Das bedeutet, wenn das Meilensammeln z.B. partner-spezifisch im Programm wieder geöffnet wird, werden wir diese Meilen dem Meilenkonto der Teilnehmer gutschreiben“, betonte topbonus-Geschäftsführer Anton Lill heute in Berlin. „Damit ginge den Teilnehmern im Idealfall keine Meile infolge des Insolvenzverfahrens verloren.“

„Wir arbeiten mit Hochdruck an Möglichkeiten, das Einlösen von Meilen und damit dann auch das Sammeln von Meilen wieder öffnen zu können“, ergänzte der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Otto. „Zeitgleich arbeiten wir an einem tragfähigen Zukunftskonzept für topbonus.“

topbonus hatte Ende vergangener Woche wegen Überschuldung Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag war nötig geworden, weil infolge des Insolvenzantrages von airberlin die Aktiva der topbonus Ltd. abgewertet werden mussten.

Außerdem hatten unzählige Teilnehmer versucht, ihre Meilen einzulösen. Dieser „Run“ hätte dazu geführt, dass topbonus seine Zahlungsfähigkeit eingebüßt hätte. Da sich Sammeln und Einlösen einander bedingen, musste auch das Meilensammeln vorerst ausgesetzt werden. Das Sammeln kann erst wieder zugelassen werden, wenn ein wirtschaftlich vertretbarer Weg gefunden wurde, Einlösemöglichkeiten anzubieten. Mögliche Optionen werden bereits geprüft.

Die Löhne und Gehälter der 55 topbonus-Mitarbeiter sind bis Ende Oktober 2017 über das Insolvenzgeld gesichert.

Quelle: PM topbonus Ltd.

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3 Antworten zu “airberlin-Vielfliegerprogramm „topbonus“ plant Neustart aus Insolvenz”

  1. Gomerle sagt:

    Stimmt nicht: Zutritt zu den lounges in Zürich ist nicht mehr möglich: Emerald/Platin wurde soeben abgewiesen

  2. Pendler sagt:

    Wurde ebenfalls in STR abgewiesen, Infoschreiben, dass der Zugang „im Rahmen der Restrukturierung das Lounge- und Streckenangebot überprüft und auf das Kundenangebot angepasst wurde“. Also der gleiche Informationsstil und die gleiche Kundenorientierung wie die letzten Jahre bei AB.

  3. Brinkmann sagt:

    Hat bei mir am 2. September in San Francisco noch in der Lounge funktioniert.

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