airberlin-Übernahme: easyJet einigt sich mit Verdi

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

easyJet und ver.di, die in Deutschland tarifschließende Gewerkschaft für Piloten und Mitarbeiter der Kabinencrew von easyJet, haben am Freitag die Unterzeichnung einer Vereinbarung bekanntgegeben, die die Beschäftigungsmöglichkeiten für ehemalige Air Berlin-Mitarbeiter bei easyJet attraktiv macht. easyJet und ver.di haben faire Beschäftigungsbedingungen ausgehandelt und vereinbart. Die Berufserfahrung, die die ehemaligen Air-Berliner in die easyJet-Familie mitbringen, wird dabei berücksichtigt. Gleichzeitig wird der Erfolg des easyJet-Geschäftsmodells gewahrt.

easyJet hatte mit Air Berlin am vergangenen Sonnabend einen Vertrag über den Erwerb eines Teils seiner Aktivitäten am Flughafen Berlin-Tegel unterzeichnet. Nach der Transaktion wird easyJet Leasingverträge für bis zu 25 Flugzeuge des Typs A320 abschließen und am Standort Berlin-Tegel eine Base eröffnen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Behörden und wird für Dezember 2017 erwartet.

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easyJet hat eine Recruiting-Kampagne für rund 1.000 Piloten und Mitglieder der Kabinencrew von Air Berlin gestartet, die in den kommenden Monaten umgesetzt wird. Die Bewerber, die die erforderlichen easyJet-Standards erfüllen, werden anschließend in den easyJet Sicherheits- und Betriebsprozessen ausgebildet. Im Einklang mit dem easyJet-Geschäftsmodell werden sie auf Grundlage von lokalen, deutschen Arbeitsverträgen und den bestehenden, mit ver.di vereinbarten Tarifverträgen eingestellt.

Stuart MacDonald, Leiter des Bereichs Industrial Relations bei easyJet, sagte: „Wir freuen uns darauf, unsere starke Partnerschaft mit ver.di weiterzuführen, die eine Vereinbarung wie diese erst ermöglicht hat. Wie alle unsere Beschäftigten wird jeder neue Arbeitnehmer auf Grundlage von lokalen, deutschen Arbeitsverträgen und mit ver.di ausgehandelten Tarifverträgen eingestellt. Wir freuen uns sehr darauf, die ehemaligen Air-Berliner bei easyJet begrüßen zu dürfen. Ihre Berufserfahrung stellt einen erheblichen Mehrwert für easyJet dar.“

easyJet hat bereits mit der Recruiting-Kampagne begonnen. Diese wird in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt. Es ist geplant, den Betrieb nach Zustimmung durch die Behörden aufzunehmen. Diese wird für Dezember 2017 erwartet.

Holger Rößler, der als zuständiger Gewerkschaftssekretär die Verhandlungen mit easyJet führte, sagte: „Unter den gegebenen Umständen freuen wir uns, dass easyJet bereit war, mit uns faire Einstellungs- und Eingruppierungsbedingungen für die Anstellung ehemaliger Air Berlin-Piloten und Kabinenbeschäftigten auszuhandeln und verbindlich zu vereinbaren. Dazu gehören bevorzugte und beschleunigte Einstellungsverfahren und vergleichbare Einkommen bei einer Beschäftigung bei easyJet.“

Die Vereinbarung zwischen easyJet und Air Berlin schafft die Grundlage für eine berufliche Perspektive für jene Air Berlin-Beschäftigten, die gerne weiterhin am Standort Berlin fliegen wollen.

Quelle: PM easyJet

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