airberlin: Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren

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Foto: Simon Pannock

Jetzt beginnt die Abwicklung von airberlin. Das Amtsgericht Charlottenburg hat heute das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fluggesellschaft Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG (Kommanditgesellschaft) und das ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin), der Air Berlin PLC, eröffnet und Eigenverwaltung angeordnet. Ferner ist auch über das Vermögen der airberlin technik GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Das Gericht hat das vom vorläufigen Sachwalter erstattete Gutachten geprüft und festgestellt, dass die Kommanditgesellschaft zahlungsunfähig und zugleich überschuldet ist. Dem Antrag auf Eigenverwaltung ist stattgegeben worden, da das Gericht davon ausgeht, dass dadurch keine Nachteile für die Gläubiger zu erwarten seien.

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Der bisherige vorläufige Sachwalter, Rechtsanwalt Dr. Lucas F. Flöther, ist für das Insolvenzverfahren als (endgültiger) Sachwalter über das Vermögen der Kommanditgesellschaft bestellt worden.

Die Mitglieder des Gläubigerausschusses werden bis zur ersten Gläubigerversammlung ihre Aufgaben weiter wahrnehmen.

Das Amtsgericht Charlottenburg hat den Termin für die Gläubigerversammlung für die Kommanditgesellschaft auf den 24. Januar 2018, 10:00 Uhr im Estrel Congress Center, Berlin-Neukölln, bestimmt. Dieser Termin ist nicht öffentlich; Presse und die Öffentlichkeit haben daher keinen Zutritt. In dem Termin wird u.a. über den Stand des Insolvenzverfahrens berichtet.

Gläubiger der Kommanditgesellschaft können Insolvenzforderungen schriftlich bis zum 1. Februar 2018 bei dem Sachwalter anmelden.

Anders sieht es für die nicht insolventen Teile der airberlin aus. NIKI und LGW können nach der wettbewerbsrechtlichen Prüfung durch die EU an den Käufer Lufthansa überschrieben werden. Dies geschieht voraussichtlich Anfang Januar.

Quelle: PM airberlin & airportzentrale.de

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