Air Astana öffnet das Tor nach Zentralasien
Bei einem Pressetermin am Flughafen Frankfurt präsentierte sich in der vergangenen Woche Air Astana, die nationale Fluggesellschaft Kasachstans. Die Airline blickt 2012 auf ihr zehnjähriges Bestehen. Gegründet wurde sie als Joint Venture zwischen den National Welfare Found „Samruk-Kazyna JSC“ und dem britischen Unternehmen BAE Systems, die Anteile von 51 und 49 Prozent halten. Das Drehkreuz Frankfurt verbindet die Gesellschaft zum Winterflugplan 2011/12 täglich nonstop mit Astana, der Hauptstadt Kasachstans. Eingesetzt werden dabei Boeing 757/767-Muster, wobei in der Business Class ein neuer, hochwertiger Service angeboten wird. So ist beispielsweise die Businness-Class jetzt mit Leder-Flachbettsitzen ausgestattet und beim Catering stehen dem Business-Gast allein vier Hauptgerichte zur Auswahl, die von LSG SKY Chefs zubereitet werden. Zudem steht den Business-Gästen in Frankfurt für die Wartezeit vor dem Flug die neuen Cathay Pacific Lounge offen, die 97 Fluggästen auf 370 Quadratmetern Raum bietet.
Neues Ziel ab Frankfurt: Ulan Bator
Vom kasachischen Zielort Astana führt ein direkter Anschlussflug täglich zur Millionenmetropole Almaty (früher Alma-Ata), dem wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum des Landes. Auf den Flügen zwischen Deutschland und Kasachstan ist dabei das Sammeln von Prämienmeilen im Miles&More-Vielfliegerprogramm möglich. Weitere europäische Linienziele sind Amsterdam, London und Wien sowie Hannover im Charterverkehr. In Planung ist der Aufbau einer Verbindung von Frankfurt via Astana nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Diese Destination ist von Frankfurt bislang nur über die Drehkreuze Moskau mit Aeroflot oder über Peking mit dem Star Alliance-Mitglied Air China erreichbar. MIAT Mongolian Airlines bedient das Ziel von Deutschland aus von den Flughäfen München und Berlin. Die neue, zeitsparende Air Astana-Verbindung von Frankfurt nach Ulan Bator soll bereits ab Ende Mai zweimal die Woche an den Verkehrstagen 3 und 6 geflogen werden, wobei ab Astana eine Embraer 190 einsetzen will.
IOSA Zertifizierung und Skytrax Auszeichnung
Weltweit bedient die Fluglinie derzeit mehr als 400 Ziele in Kooperationen mit über 40 Partnerfluggesellschaften. Air Astana ist Mitglied der IATA und Kasachstans einzige Fluggesellschaft, die mit dem europäischen EASA / Part 145 Zertifikat ausgezeichnet ist. Im September 2011 durchlief Air Astana bereits zum dritten Mal in Folge erfolgreich die IATA Operational Sicherheitsrevision (IOSA). Bei den Skytrax World Airline Awards 2011 belegt die Fluglinie Platz zwei in der Kategorie „Best Airline in Eastern Europe“. Stand zu Beginn der Flugoperation nur eine Boeing 737 bei Air Astana in Diensten, umfasst die Flotte aktuell 26 Flugzeuge der Muster Boeing 767 und 757, der Airbus A320-Familie, Embraer E190 und Fokker 50. Damit fliegt Air Astana über 50 internationale und innerkasachische Destinationen über die Drehkreuze Astana, Almaty und Atyrau an.
Marktführerposition in Zentralasien ausbauen
„Die Zahl der beförderten Passagiere stieg 2011 um 16 Prozent und betrug über 3 Millionen. Der Umsatz konnte ebenfalls um 16 Prozent gesteigert werden. Der Gewinn lag trotz hoher Treibstoffkosten bei ca. 75 Mio. US-Dollar“, führte Sven Gossow, Sales Manager Air Astana Deutschland, Österreich und Schweiz beim Pressetermin aus. „Die Flotte von Air Astana wird bis Ende 2013 auf 34 Flugzeuge wachsen. Air Astana hat dafür vier neue Boeing 767 mit treibstoffsparenden Winglets bestellt. Sie sollen die zwei derzeit geleasten B 767 sowie schrittweise geleaste B 757 ersetzen. Hinzu kommt die Bestellung von drei Boeing 787-8 Dreamliner, die in den Jahren 2017 bis 2019 zur Flotte gehören sollen. Mit dem Muster können wir neue Langstreckenziele in den USA, in Afrika und in der australischen Region ins Auge fassen“, so Gossow. „Und für den Ausbau unserer Marktführerposition in Zentralasien werden dann noch acht Embraer-Jets zur Flotte stoßen. Sie werden dann die Fokker-Flotte ersetzen”. Air Astana will die neuen Flugzeuge dabei selbst finanzieren und auf eigene Mittel beziehungsweise auf die Finanzinstrumente des Marketes für Airlines zurückgreifen. “Im Übrigen ist für dieses Jahr der Börsengang geplant, wobei allerdings noch offen ist, ob er in London oder Hongkong erfolgt. Über einen Beitritt zu einer Airline-Allianz wird derzeit bei Air Astana aber noch nicht nachgedacht“, so der Air Astana-Manager.
Wachstumsmarkt Asien
In der langfristigen Entwicklung der Airline spielt insbesondere der asiatische Markt eine wichtige Rolle. „Kasachstan und Asien wachsen auf politischer, wirtschaftlicher und touristischer Ebene immer weiter zusammen. Die sofortige Erhöhung der Frequenzen von Almaty auf den bestehenden Langstrecken nach Bangkok, Delhi und Kuala Lumpur sowie der Ausbau des Streckennetzes mit Flügen nach Hongkong und Ho Chi Minh City zeigen dabei die wichtige Rolle Asiens in der langfristigen Entwicklung von Air Astana“, hatte Peter Foster, Präsident von Air Astana, die Richtung schon vor einigen Wochen aufgezeigt. Denn Kasachstan, hier leben 16 Millionen Menschen, ist ein Land im Aufbruch. So ist das neuntgrößte Land der Welt reich an Rohstoffen, wie etwa an „Seltenen Erden“ und Erdöl. Auch verfügt es über Freihandelszonen und große Bergbau- und Agrarpotenziale. „Vor diesem Hintergrund gewinnt vor allem der Geschäftsreiseverkehr nach Kasachstan immer mehr an Bedeutung“, sagt Gossow. Nach wie vor ist aber auch der ethnische Verkehr ein wichtiges Standbein der Airline. So leben allein in Deutschland 1,5 Millionen Kasachstandeutsche, die regelmäßig jedes Jahr ihre Verwanden und Bekannten in Kasachstan besuchen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der touristische Bereich, denn das Land will entdeckt werden. So bieten majestätische Berge von über 7.000 Metern Höhe, Wüstendünen, riesige Seen und mythische Wälder wahrhaft spektakuläre Landschaftsbilder. Nicht zu vergessen: die legendäre Gastfreundschaft der Einwohner, die auch Air Astana mit ihrem Produkt und dem Slogan “from the heart of eurasia” widerspiegeln will.
Quelle: PK am Flughafen Frankfurt am 16.02.2012 / © Dierk Wünsche
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