AEROPERS kündigt Arbeitsvertrag mit Edelweiss

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Foto: airportzentrale.de

Aufgrund unüberbrückbarer Differenzen bei den Verhandlungen im Salärbereich, hat der Schweizer Pilotenverband AEROPERS letzte Woche den Gesamtarbeitsvertrag mit der Edelweiss Air AG gekündigt.

Der Pilotenverband AEROPERS befindet sich aktuell in Verhandlungen zu einem neuen Gesamtarbeitsvertrag für die Piloten der Edelweiss Air AG. Teil dieser Verhandlungen ist u.a. die Forderung nach Verbesserungen der monetären Situation des Pilotenkorps.

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Seit 2009 gab es nahezu keine Veränderungen im Salär der Piloten der Edelweiss Air AG. Die Piloten haben durch jahrelanges, ausserordentlich hohes Engagement und unter Zurückstellung persönlicher und privater Bedürfnisse, das aktuelle Wachstum der Edelweiss erst ermöglicht. Im Rahmen eines neuen GAV sollen sie nun endlich nachhaltig dafür entschädigt werden. Dies muss sich auch beim Salär widerspiegeln, was vom Management aber in ungenügendem Masse anerkannt wird.

Es scheint dem Management nicht ausreichend bewusst zu sein, wie stark sich der Unmut innerhalb des Pilotenkorps angestaut hat.

Erste Edelweiss-Piloten nehmen für sie persönlich bessere Zukunftsperspektiven bereits war und verlassen die Firma. Zudem fehlen qualifizierte neue Bewerber, was sich daran zeigt, dass nicht alle Pilotenkurse vollständig besetzt werden können. Ein wesentlicher Grund dafür sind u.a. die Arbeitsbedingungen der Edelweiss, die nicht mehr konkurrenzfähig sind.

«Ohne nachhaltige Investition in das fliegende Personal gibt es kein weiteres Wachstum für die Airline», so Thomas Steffen, Mediensprecher der AEROPERS. «Es zeigt sich, dass Angebot und Nachfrage, bedingt durch die nicht mehr konkurrenzfähigen Arbeitsbedingungen, in einem Missverhältnis zueinanderstehen. Edelweiss kann ihren Bedarf an zusätzlichen Piloten aktuell nicht decken», so Steffen weiter.

AEROPERS fordert das Management auf, die aktuelle Position der Ablehnung der interessengerechten Erhöhung des Salärs umgehend zu überdenken und seiner Verantwortung für die Mitarbeiter gerecht zu werden. «Man kann nicht nur in Flugzeuge investieren und das Personal aussen vorlassen, denn ohne Besatzung hebt kein Flugzeug ab», so Thomas Steffen.

Quelle: PM AEROPERS

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