50 Jahre Flughafen Paderborn-Lippstadt (2. Teil)

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Vorfeld Paderborn-Lippstadt Airport – Foto: Bildarchiv PAD

Der Paderborn-Lippstadt Airport begeht 2019 sein 50. Jubiläumsjahr. Bevor mit der Erlebnismesse GATE am 15. und 16. Juni 2019 das große Fest am Airport stattfindet, blickt der Airport im zweiten Teil der vierteiligen Reihe auf die Jahre 1983 bis 2000 zurück. Hier geht es zum ersten Teil.

Nach Beginn der zweiten Ausbauphase im Jahr 1983, in der die große Start- und Landebahn nebst Vorfeld errichtet wurde, war es 1984 endlich soweit: Der regionale Verkehrslandeplatz wurde offiziell zum Verkehrsflughafen Paderborn/Lippstadt erklärt. Bis heute ist der Flughafen der Heimathafen der Region und bringt seine Gäste fast von der Haustür in nahe und ferne Ziele weltweit.

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Die ersten Flüge gingen zunächst innerdeutsch nach Frankfurt, München und Stuttgart und ab 1985 nach Berlin. Nach Fertigstellung einer neuen Flugzeughalle und der Erweiterung der Parkflächen, wurde schließlich 1988 auch der Ausbau der Start- und Landebahn auf eine Länge von 2.180 Meter abgeschlossen. Nun war der Airport für den internationalen Touristik-Charterverkehr geöffnet. Zu den ersten Sonnenzielen gehörten Palma de Mallorca und Gran Canaria.

Mit der Wiedervereinigung 1990 erfolgte die Anbindung gen Osten und die Flughäfen Leipzig und Dresden wurden in den Flugplan aufgenommen. Um die zahlreichen Fluggäste bestmöglich zu betreuen, wurden Entwürfe zur Errichtung eines neuen Fluggastgebäudes im Rahmen eines Architektenwettbewerbs ausgeschrieben. Bereits ein Jahr später begann die Ausführung.

Im Oktober 1990 übernahm Dr. Friedrich Siebecke die Geschäftsführung und trat die Nachfolge von Dr. Heribert Wesche an. Zu seinen ersten Amtshandlungen zählten eine Neuordnung der Geschäftsanteile sowie die Aufnahme der Stadt Bielefeld als Gesellschafter. 1991 erfolgte die Umbenennung der Gesellschaft in „Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH“ und der Geschäftssitz wurde von Paderborn nach Büren-Ahden verlegt. Derweil nahmen die Passagierzahlen und die Nachfrage nach neuen Destinationen weiter zu. Noch im selben Jahr startete der Touristik-Charterflugverkehr in die Türkei und das erste Winterflugprogramm zu den Kanarischen Inseln wurde durchgeführt.

Zwischen 1992 und 1994 investierte der Flughafen große Summen, um weitere Teile auszubauen und anliegende Wald- und Ackerflächen zu erwerben. Diese boten Platz für weitere Flugzeug- und neue Winterdiensthallen sowie zusätzliche Parkplätze. Mit der Eröffnung des neuen Terminals A und der Verbreiterung der Start- und Landebahn auf 45 Meter im Jahr 1993 wurde der Flughafen Paderborn/Lippstadt zunehmend attraktiver für nationale und internationale Airlines. Ein Highlight Mitte der neunziger Jahre war die Stationierung einer Boeing 737-400 von Air Berlin am Heimathafen. Der Paderborn-Lippstadt Airport gehörte nun zu den fünf Startflughäfen der Air Berlin in Deutschland.

Ab 1995 wechselt der langjährige Betriebsleiter Fritz Henze in die Geschäftsführung und setzte die Planungs- und Bauarbeiten an den Doppelrundhallen für Kleinflugzeuge und den Bau der zweiten Flugzeughalle fort. Erstmalig wurde ein Jahresüberschuss erzielt und es gab grünes Licht für weitere Baumaßnahmen und den Ausbau des Flugverkehrs. Ab 1996 startete erstmals die damalige Eurowings von Paderborn-Lippstadt zum internationalen Drehkreuz am Flughafen Schiphol in Amsterdam.

1998 wurde der Ausbau des Fluggastgebäudes fertiggestellt und das Vorfeld erweitert. Das Angebot wurde um weitere Charterflüge sowie um einen regelmäßigen Lufthansa-Flug nach Frankfurt erweitert. Und auch Hapag-Lloyd stationierte eine Boeing 737 am Flughafen. Aus einem Verkehrslandeplatz war ein internationaler Flughafen geworden.

Quelle: PM Flughafen Paderborn-Lippstadt

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